Ein historischer Querschnitt.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Völkerwanderung
Kriegswesen
Landwirtschaft
Handwerk und Handel
Kulturelle Entwicklung
Recht
Sozialordnung
Die Tragödie des nordwestlichen Zweiges der Slawen
Wendenkreuzzug - Christianisierung und Germanisierung
Die große Expansion der Slawen
Balkanvorstoß
Die Osmanen
Die Kroaten
Die Slowenen
Mährische Reich
Die Serben
Der böhmische Premyslidenstaat als Erbe des grossmährischen Reiches
Der polnische Piastenstaat
Die slawische Expansion nach Osteuropa
Die Anfänge des Kiewer Reiches
Die Rolle der normannischen Waräger in der Geschichte der Ostslawen
Epilog
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DIE GROSSE EXPANSION DER SLAWEN

Wann und wie die slawischen Stämme nach Mitteleuropa vordrangen, darüber schweigt die Geschichtsschreibung der Zeit. Es gibt lediglich die indirekten Zeugnisse von Prokopius und Jordanes aus Byzanz. Sie hielten den Prozess der slawischen Expansion im 6. Jh. fest, machten jedoch nur wenige Angaben über die ausschlaggebenden Entwicklungen für die weiteren Geschicke des mitteleuropäischen Raumes.

Einige slawische Stämme hatten ihre eigene Überlieferung, die sich jahrhundertelang mündlich von Generation zu Generation vererbte, bevor sie von einem mittelalterlichen Chronisten niedergeschrieben wurde. Die Anfänge der slawischen Besiedlung wurden zusammen mit tschechischen Sagen erst im 12. Jh. von dem Chronisten Cosmas von Prag aufgezeichnet und bearbeitet.

Die Ansiedlung der Tschechen erfolgte in mehreren Phasen zwischen dem Ende des 5. und Anfang des 6. Jh. Archäologische Fundstätten vom Prager Typus belegten ein Vordringen der Slawenstämme von Ost nach West: Zunächst begegnete man ihnen in der Ostslowakei, dann in der Südwestslowakei (2. Hälfte des 5. Jh.), dann in Südmähren (Wende des 5. zum 6. Jh.) und zuletzt in Böhmen (erste Hälfte des 6. Jh.).

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© 2006 Michael Klobutschar Impressum & Literaturhinweise www.slawen-in-europa.eu.tf