Ein historischer Querschnitt.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Völkerwanderung
Kriegswesen
Landwirtschaft
Handwerk und Handel
Kulturelle Entwicklung
Recht
Sozialordnung
Die Tragödie des nordwestlichen Zweiges der Slawen
Wendenkreuzzug - Christianisierung und Germanisierung
Die große Expansion der Slawen
Balkanvorstoß
Die Osmanen
Die Kroaten
Die Slowenen
Mährische Reich
Die Serben
Der böhmische Premyslidenstaat als Erbe des grossmährischen Reiches
Der polnische Piastenstaat
Die slawische Expansion nach Osteuropa
Die Anfänge des Kiewer Reiches
Die Rolle der normannischen Waräger in der Geschichte der Ostslawen
Epilog
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Die unterschiedliche Annahme des Christentums bewirkte eine Auseinanderentwicklung der von Rom christianisierten und von Byzanz missionierten Slawen.
So schreiben die orthodoxen Slawen (Ostslawen) und die Mehrzahl der Südslawen in kyrillischer Schrift und wurden von Reformation, Renaissance und Humanismus nicht beeinflusst.
Unter der Türkenherrschaft gab es Übertritte zum Islam in Bosnien, Herzegowina, Bulgarien und Makedonien.

Für das nationale Bewusstsein der Slawen war entscheidend, dass nur Russen, Polen, Tschechen, Bulgaren, Serben und Kroaten eigene Staaten mit Dynastien bildeten und dass nur die Russen diesen Staat kontinuierlich behielten, während alle anderen in Personalunion zu nichtslawischen Staaten traten, oder lange Perioden der Unfreiheit erlebten.

Wegen der Ähnlichkeit der Sprachen und bei den orthodoxen Slawen auch wegen der Ähnlichkeit der gemeinsamen Sakralsprache (Kirchenslawisch), bestand wohl immer ein gewisses Zusammengehörigkeitsgefühl. Aber erst mit der Gründung der slawischen Philologie im 19. Jh. und vor allem unter dem Einfluß der Romantik (J. G. Herder) kam es zur Ausbildung des ideologischen Panslawismus.
Dieser Begriff wurde von dem Slowaken J. Herkel im Jahre 1826 geprägt. Er bezeichnete die Verwandschaft der slawischen Sprachen.
In der 2. Hälfte des 19. Jh. wurde er zur Parole für eine allslawische Einigungsbewegung.

In Russland, wo der Panslawismus durch die Betonung der orthodoxen Glaubensgemeinschaft geprägt war, führte der Volkstumsgedanke der Slawophilen zur Idee eines Zusammenschlusses aller slawischen Völker unter russischer Führung.
Das Zarenreich war die einzige slawische Großmacht und sah sich deshalb als Schutzmacht der kleineren slawischen Völker (Unterstützung der Befreiungsbewegung der Südslawen von der osmanischen Herrschaft), sowie des Kampfes der Slawen innerhalb der Donaumonarchie um politische Selbstbestimmung.

Beim Prager Slawenkongress 1848 kam durch J. Kollar der Wunsch nach „kultureller slawischer Wechselseitigkeit” zum Ausdruck. Sie sollte die Stärkung der kleineren slawischen Völker zum Ausdruck bringen, aber ihre Staatswerdung sollte nur ohne russische Vormachtstellung erfolgen. Die Vertreter des AUSTROSLAWISMUS forderten zusätzlich eine stärkere Entfaltung der slawischen Völker innerhalb der Donaumonarchie.

Nach dem 1. Weltkrieg verlor der Panslawismus infolge der politischen Gegensätze zwischen den slawischen Völkern an Bedeutung.

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© 2006 Michael Klobutschar Impressum & Literaturhinweise www.slawen-in-europa.eu.tf