Ein historischer Querschnitt.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Völkerwanderung
Kriegswesen
Landwirtschaft
Handwerk und Handel
Kulturelle Entwicklung
Recht
Sozialordnung
Die Tragödie des nordwestlichen Zweiges der Slawen
Wendenkreuzzug - Christianisierung und Germanisierung
Die große Expansion der Slawen
Balkanvorstoß
Die Osmanen
Die Kroaten
Die Slowenen
Mährische Reich
Die Serben
Der böhmische Premyslidenstaat als Erbe des grossmährischen Reiches
Der polnische Piastenstaat
Die slawische Expansion nach Osteuropa
Die Anfänge des Kiewer Reiches
Die Rolle der normannischen Waräger in der Geschichte der Ostslawen
Epilog
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derStandard.at/dieEchtzeit|ung

In der Frühgeschichte der Serben entwickelte sich das Gebiet der Serbenstämme, das im 7. Jh. unter dem Namen RASKA bekannt war, abweichend von den kroatischen Stämmen. Vom Ende des 8. Jh. an regierte hier die Dynastie der „ZUPANE”, die von Viseslav gegründet und weiter von Namen wie Vlastimir, Mutimir, Strojmir u.a. repräsentiert wurde. Während des ganzen 9. Jh. anerkannten diese Stämme, aus denen sich später die serbische Nation entwickelte, die nominelle Oberhoheit von Byzanz an.

Die Ausnahmen waren die kampflustigen „Neretwaner” die im Neretwa-Delta siedelten und die Anrainerinseln Brac, Hvar, Korcula, Vis und Mljet beherrschten, von wo aus sie die wichtige Seeverbindung zwischen Venedig und Byzanz bedrohten. Die Venezianer bemühten sich daher um ihre Gunst und es gelang ihnen sogar, 830 die Neretwaner teilweise zur Annahme des Christentums zu bewegen. Die Konflikte waren jedoch damit nicht beendet. Erst vierzig Jahre später wurden die Neretwaner durch ein byzantinisches Heer bezwungen, das die Küste des dalmatinischen Kroatiens angriff.

Ende des 9. Jh. entbrannten im Serbengebiet dynastische Kämpfe. Sowohl Byzanz, als auch das Ende des 9. Jh im Aufschwung begriffene Erste Bulgarische Reich griffen in diese Kämpfe ein. Sie endeten mit der völligen Besetzung Serbiens durch den Bulgarenzaren Simeon (893-927).

Nur das kleine Fürstentum Hum auf dem heutigen Gebiet der Herzegovina blieb im gewissen Grade unabhängig. Die übrigen serbischen Stämme errangen mit Hilfe von Byzanz und der Kroaten erneut ihre Selbständigkeit, blieben allerdings weiterhin unter byzantinischer Oberhoheit und in der östlichen Kultursphäre, wodurch sie sich fortan von den Kroaten unterschieden.

Eine Herausforderung und Bedrohung war für das Reich der Byzantiner und Bulgaren die Gründung des Serbischen Reiches im ausgehenden 12. Jh. unter Fürst Stevan Nemanja. Das Serbische Reich erlangte jedoch erst im 14. Jh. seine größte Bedeutung. Im Jahre 1346 ließ sich der Herrscher Stevan Dusan in Skopje feierlich zum Zaren der Serben krönen. Unter seiner kurzen Herrschaft umfasste das Serbische Reich auch das heutige Montenegro, Albanien, Makedonien und große Teile von Nordgriechenland.

Bosnien, Kroatien und Slawonien hingegen standen unter ungarischer Herrschaft und die dalmatinische Küste bis Ragusa, dem heutigen Dubrovnik und die meisten griechischen Inseln, gehörten zur Republik Venedig. Aus der Literatur ist bekannt, dass auch in Ägypten, im übrigen Nordafrika, im maurischen Spanien und in Mesopotamien aus allen Stämmen der Slawen starke Gruppen aufscheinen. Diese Slawen kamen nicht im Zuge von Expansionsbestrebungen in genannten Länder, sondern als Sklaven, die es aber zuweilen zu bedeutenden Ansehen brachten.

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© 2006 Michael Klobutschar Impressum & Literaturhinweise www.slawen-in-europa.eu.tf